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Emails
- Spione lesen öfter mit
Beim Versand von E-Mails ist äußerste Vorsicht geboten. Internet-Dienste können Inhalte unbemerkt ausspionieren.
Die Furcht ist nicht grundlos. Zu leicht lässt sich die elektronische Post mitlesen. Ganz
offiziell bieten inzwischen Softwareentwickler ihre Dienste für das Ausspionieren des elektronischen Postverkehrs von Unternehmen an.
Die Firma Rampell Software aus Florida etwas fragt auf ihrer Web-Seite ganz ungeniert: "Haben sie es gelesen?" Hinter diesem Spitzelangebot steckt ein ernsthaftes Problem. Absender einer E-Nachricht möchten gern wissen, ob die Empfänger die E-Mail auch gelesen haben, z. B. wenn es um eine Mahnung geht.

Produktinformation der Firma Rampell
Mit der Software
"DidTheyReadIt" können Unternehmen ermitteln, ob und wie lange eine Mail geöffnet blieb und von welchem Computer aus sie gelesen wurde.
Denn immer wieder kommt es vor, dass E-Mails an einem Spam-Filter
scheitern, übersehen oder einfach nicht beantwortet werden. Die
Überwachung mit der Rampell-Software macht solche Ausreden
unmöglich.
Gut vielleicht für
Unternehmen, schlecht aber für die Unverletzlichkeit der
Privatsphäre im Internet. Ähnliche Schnüffelprogramme nutzen auch
andere Unternehmen bereits, freilich mit einem entscheidenden
Unterschied: Üblicherweise wird der Empfänger beim Öffnen einer
Mail über die Anfrage des Absenders informiert und kann diese per
Klick ablehnen.

Lesebestätigungsanforderung
In Deutschland ist
auch der elektronische Geschäftsverkehr gesetzlich vor dem
illegalen Erheben und Abspeichern von Daten ohne Einwilligung der
Betroffenen geschützt. Erhöhte Vorsicht beim Versand von
Geschäftsgeheimnissen per E-Mail ist dennoch geboten.
Links zum Thema:
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